Kerbelschaumsüppchen mit Kartoffeln - basisch

Kräuter sind ideal zum Würzen von Speisen. Ihren charakteristischen Geschmack verdanken sie vor allem ihren ätherischen Ölen. Neben ihrem Aroma bringen manche Küchenkräuter noch etwas Schärfe an ein Gericht. Einige Kräuter schmecken so ausdrucksstark, dass sie sogar die Hauptrolle in einer Speise übernehmen können – wie zum Beispiel der Kerbel in unserem Rezept. Das Kerbelschaumsüppchen vereint aufs Leckerste Kerbel mit feinen und dabei sättigenden Kartoffeln. Die Suppe nach unserem Rezept hat ein wunderbares Aroma, ist übrigens vegan und  benötigt nur wenige Handgriffe beim Vorbereiten und Kochen. Sie steht nach einer Zubereitungszeit von 15 Minuten auf dem Tisch.

Zutaten für zwei Portionen Suppe:

  • 6-8 mittelgroße Kartoffeln
  • eine Handvoll frischer Kerbel
  • eine Prise Muskat, frisch gerieben
  • eine Prise Koriander, frisch gemahlen
  • 500 ml vegetarische Gemüsebrühe

Zubereitung:

Die Kartoffeln waschen, schälen und in Viertel schneiden. Die Kartoffelviertel der parallel in einem Topf aufgesetzten Gemüsebrühe zugeben, aufkochen und köcheln lassen. Den Kerbel gründlich waschen und anschließend gleich ein paar Blättchen für die Verzierung zur Seite legen. Den restlichen Kerbel sehr fein hacken beziehungsweise schneiden. Nähert sich die Garzeit der Kartoffeln ihrem Ende, den gehackten Kerbel, Muskat und Koriander dazugeben und alles gründlich verrühren. Nun mit einem Pürierstab den Topfinhalt pürieren. Sollte die Suppe zu dick sein, wird sie einfach durch das Zugießen von etwas Wasser oder Brühe verdünnt. Die fertige Kerbelsuppe in zwei Schälchen oder tiefe Teller füllen und mit den Kerbelblättchen verzieren.

Was ist Kerbel?

Als würzendes Kraut ist Kerbel den meisten Menschen schon ein Begriff. Dennoch ist Kerbel in der deutschen Küche bisher nicht so populär wie beispielsweise Petersilie, Schnittlauch und Dill. Das Rezept für eine einfach zuzubereitende Kerbelsuppe ist daher ein ausgezeichneter Anlass, dieses Gewürz näher kennenzulernen. Nach Möglichkeit sollte stets frischer Kerbel verwendet werden. Ein frisches Bund Kerbel sollte noch am selben Tag verwendet werden, da Kerbel schnell welk wird. Eine gute Lösung für die regelmäßige Versorgung mit frischem Kerbel ist ein eigener Kräutertopf auf der Küchenfensterbank.

Der Geschmack von Kerbel erinnert an Anis sowie an das ähnlich einsetzbare Würzkraut Estragon. Als basisches Lebensmittel unterstützt Kerbel eine basisch orientierte Ernährung, am besten in Verbindung mit weiteren basischen Zutaten.

Kerbel passt mit seinem typischen Aroma besonders gut zu Geflügel, Fisch, Eiern und milden Gemüsesorten wie Möhren, Kartoffeln Schwarzwurzeln oder Blattsalat. Kerbel ist übrigens eines der sieben Kräuter der Frankfurter Grünen Soße.

Anthriscus cerefolium, wie der sogenannte Echte Kerbel mit seinem botanischen Namen heißt, zählt zu den Doldenblütlern. Die Pflanze ist mit Petersilie und Möhre verwandt, was auch ein vergleichender Blick von Kerbelblättern mit den Blättern von glatter Petersilie und Möhrenkraut nahelegt. Der im Handel erhältliche Kerbel ist fast immer die Kulturform „Anthriscus cerefolium var. cerefolium". Vom Echten Kerbel abzugrenzen ist der Wiesen-Kerbel, der die botanische Bezeichnung Anthriscus sylvestris trägt. Diese Wildform vom Kerbel spielt im Handel praktisch keine Rolle. Wiesen-Kerbel hat einen herberen Geschmack und ist nicht so vielseitig einsetzbar wie Echter Kerbel. Trotz seines ähnlichen Aussehens ist vom Selbstsammeln in der freien Natur abzuraten, da er leicht mit dem sehr giftigen Gefleckten Schierling sowie dem betäubend wirkenden Hecken-Kälberkropf verwechselt werden kann.

Ist Kerbel in den Wechseljahren hilfreich?

Kerbel ist reich an Vitamin A und Vitamin C, Calcium, Eisen, Magnesium und Zink. Mit diesen Bestandteilen ist Kerbel auch interessant für die Ernährung während der Wechseljahre. Sein Calcium hilft, das Knochengewebe fest und elastisch zu halten und so Osteoporose vorzubeugen. Die Zufuhr von Eisen wirkt einem Eisenmangel entgegen. Zink begünstigt die Wirkweise verschiedener Hormone, darunter Sexualhormone und Wachstumshormone. Außerdem unterstützt Zink die Bauchspeicheldrüse bei der Produktion von Insulin. Magnesium gilt als Anti-Stress-Mineral, denn es kann Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen vorbeugen sowie den Blutdruck und allgemein das Herz-Kreislaufsystem stabilisieren. Hinzu kommt, dass Magnesium positiv auf den Stoffwechsel verschiedener Körperzellen wirkt, darunter Muskulatur und Knochen.

Die im Kerbel enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung an – ein weiteres Plus gerade auch ab den Wechseljahren, wenn die Verdauungsprozesse allmählich langsamer ablaufen. Das regelmäßige Kochen einer Kerbelsuppe nach obigem Rezept ist also ein guter Anfang, der neugierig auf weitere Rezepte mit Kerbel machen wird. Auch in der Low-Carb-Küche, in der man den Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung reduziert, ist Kerbel ein beliebtes Gewürz.

 

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