Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die Antworten zu den häufigsten Fragen zu den Wechseljahren.

1. Wann beginnen die Wechseljahre und wie verlaufen und enden sie?

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind eine natürliche Lebensphase jeder Frau, in der sich der Hormonhaushalt langsam umstellt. Dieser Prozess dauert circa 12 bis 15 Jahre, kann gelegentlich aber auch länger andauern. Sowohl der Beginn als auch der Verlauf der Wechseljahre fällt bei jeder Frau individuell und sehr unterschiedlich aus. Im Regelfall beginnen die Wechseljahre etwa mit Mitte 40.

Die ersten typischen Anzeichen fallen bei den meisten Frauen gleich aus: Es kommt zu unregelmäßigen und seltener werdenden Regelblutungen. Dies wird durch die beginnende geringere Produktion des Hormons Östrogen ausgelöst. Auch die Intensität der Blutungen kann sich verändern. Erste leichte Wechseljahresbeschwerden können auftreten. Diese etwa 2 bis 7 Jahre dauernde Phase, die die letzte Monatsblutung einläutet, nennt sich Prämenopause.

Die Menopause, die letzte Periode, erfolgt durchschnittlich im Alter von 51 Jahren. Findet in seltenen Fällen die letzte Menstruation bereits vor dem 40. Lebensjahr statt, spricht man von vorzeitigen Wechseljahren oder Klimakterium praecox. Dies muss aufgrund zahlreicher Folgen für den weiblichen Körper unbedingt behandelt werden.

Wechseljahre unter 40? Das müssen Sie beachten >

Etwa 2 Jahre vor und nach der Menopause findet die sogenannte Perimenopause statt. Klimakterische Beschwerden können sich verstärken. Nach der Menopause folgt die Postmenopause. Sie dauert etwa 10 Jahre.

Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Phasen der Wechseljahre >

Häufig werden die Wechseljahre von körperlichen und psychischen Symptomen begleitet. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen. Mit Beginn der Wechseljahre verringert der Körper die Produktion des Hormons Östrogen und das männliche Hormon Testosteron überwiegt dadurch. Dies führt zu unregelmäßigen Blutungen und weiteren möglichen Symptomen wie z. B. Haarausfall. Durch den zunehmenden Östrogen-Mangel steigt zudem das Osteoporose-Risiko. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, kann Ihr Arzt im Rahmen von Blutuntersuchungen die Konzentration der betreffenden weiblichen Hormone feststellen.

Mehr zu den typischen Beschwerden in den Wechseljahren >

Die gute Nachricht ist: Die typischen Wechseljahresbeschwerden begleiten Sie äußerst selten über den gesamten Zeitraum der hormonellen Veränderung. In der Regel treten die typischen Beschwerden etwa zwei bis drei Jahre lang auf. In selteneren Fällen leiden betroffene Frauen bis zu fünf oder sechs Jahren unter den Belastungen der Hormonumstellung. Ein Teil der Frauen im Klimakterium hat gar keine Beschwerden oder die typischen Symptome treten nur über einen relativ kurzen Zeitraum auf. Dabei werden die Beschwerden von Frau zu Frau sehr unterschiedlich stark empfunden.

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2. Was versteht man unter der Menopause, Klimakterium oder Wechseljahren?

Das Klimakterium bezeichnet die Zeit der hormonellen Umstellung bei Frauen vor und nach der Menopause. Im Volksmund ist der Begriff Wechseljahre verbreiteter, meint aber genau dasselbe wie Klimakterium.

Die Wechseljahre bezeichnen die komplette Zeit der hormonellen Veränderung und beginnen meist mit circa Mitte 40. Sie erstrecken sich von den ersten Anzeichen der Umstellung bis hin zum Erreichen eines neuen hormonellen Gleichgewichts. Der Beginn der Wechseljahre äußert sich meist durch unregelmäßige Blutungen. Später können typische Beschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen hinzukommen.

Ausgelöst werden die Wechseljahre dadurch, dass die Eierstöcke ihre Tätigkeit nach und nach einstellen. Dies führt dazu, dass die Produktion des weiblichen Hormons Östrogen deutlich verringert wird. Infolgedessen haben Frauen in den Wechseljahren häufig mit begleitenden Beschwerden wie Schweißausbrüchen oder trockenen Schleimhäuten zu kämpfen. Dabei können die Symptome von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein: Manche leiden sehr stark unter typischen Wechseljahresbeschwerden, andere wiederum haben nur wenig bis gar keine Beschwerden. Daher lassen sich Beginn und Ende der Wechseljahre nur schwer genau festlegen.

Elementarer Bestandteil dieser Zeit der körperlichen Veränderungen ist die Menopause. Sie bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Menstruation, die durch die Eierstöcke gesteuert wird. Die Menopause lässt sich nur rückblickend bestimmen, da erst sicher von der letzten Regelblutung gesprochen werden kann, wenn innerhalb eines Jahres keine weitere Blutung mehr auftrat.

Da die Menopause im Gegensatz zu verschiedenen Begleiterscheinungen bei allen Frauen eintritt, stellt sie das zentrale Element der Wechseljahre dar. Die verschiedenen Phasen der Wechseljahre sind daher auch in Anlehnung an sie benannt: Prämenopause, Perimenopause und Postmenopause.

Weitere grundlegende Informationen zum Klimakterium und der Menopause ›

3. Welche Symptome können in den Wechseljahren auftreten?

Es gibt eine Vielzahl an möglichen Symptomen, die in den Wechseljahren vereinzelt oder in Summe auftreten können. Allerdings erlebt jede Frau das Klimakterium unterschiedlich. Die eine leidet mehr unter typischen Wechseljahresbeschwerden, die andere ist nahezu beschwerdefrei. Wie Ihr Körper auf die hormonelle Umstellung reagiert, kann Ihnen niemand vorhersagen.

Typische Symptome als Folge der körperlichen Veränderung können Schweißausbrüche, Schwindel, Schlafstörungen, Scheidentrockenheit, Kopfschmerzen und trockene Haut sein. Zu den häufigsten Beschwerden gehören zudem Hitzewallungen.

Die Hormonumstellung und der damit verbundene Stress in den Wechseljahren bringen für einige Frauen auch mentale und seelische Beschwerden mit sich. Dies können z. B. innere Unruhe, Ängste, Reizbarkeit, ein Gefühl der Erschöpfung und Probleme mit dem Gedächtnis oder der Konzentration sein. Stimmungsschwankungen sind außerdem keine Seltenheit. Grund dafür sind die hormonellen Veränderungen, weil sie die für das seelische Gleichgewicht verantwortlichen Neurotransmitter im Gehirn durcheinanderbringen. Dies kann bis hin zu einer Depression führen. Auch in der Muskulatur und in den Gelenken können Beschwerden auftreten.

Um den Herausforderungen der Wechseljahre optimal zu begegnen, planen Sie Pausen ein, in denen Sie Sport treiben oder sich bewusst entspannen. Autogenes Training kann in diesem neuen Lebensabschnitt hilfreich zur Entspannung beitragen. Auch eine gesunde Ernährung mit Fokus auf Ausgewogenheit trägt dazu bei, dass Sie sich wohler fühlen. Nehmen Sie sich schon bei den ersten Anzeichen der Wechseljahre regelmäßig Zeit für sich selbst. So finden Sie mit der Zeit den für Sie besten Weg, um den Folgen des sinkenden Östrogenspiegels gestärkt entgegenzutreten.

Bei besonders schweren Symptomen sollten Sie einen Arzt konsultieren, um sich über mögliche Behandlungsmethoden zu informieren. Natürliche Mittel wie Klimaktoplant® N bieten eine besonders schonende Möglichkeit der Behandlung.

Die Symptome und Wechseljahresbeschwerden im Überblick ›

4. Wie verhüte ich während der Wechseljahre am besten?

Wenn die Wechseljahre beginnen, kann es noch einige Jahre dauern, bis die letzte Regelblutung erfolgt. Durch die Umstellung der Hormone und das Absinken des Östrogenspiegels wird der Eisprung immer seltener. Das bedeutet aber nicht, dass Frauen während dieser Zeit nicht schwanger werden können. Aus diesem Grund sollten Sie auch im höheren Alter bei einem unregelmäßigen Zyklus noch weiterhin Verhütungsmittel verwenden.

Das Thema Verhütung spielt eine wichtige Rolle, denn hormonelle Verhütungsmethoden wie zum Beispiel die Pille bergen gerade für Raucherinnen sowie Frauen mit Übergewicht und Bluthochdruck ein erhöhtes Thrombose-Risiko. Achten Sie deshalb darauf, eine sichere Verhütungsmethode zu wählen, die im Regelfall keine Nebenwirkungen verursacht. Bevorzugen Sie daher lieber die Verhütung mit Kondomen und/oder Diaphragmen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Die natürliche Verhütung, basierend auf regelmäßigen Zyklen, ist in den Wechseljahren keine sinnvolle Verhütungsmethode.

Grundsätzlich sollten Sie bis zu dem Zeitpunkt verhüten, an dem Sie Ihre letzte Blutung bekommen. Sobald die Menopause eintritt, erfolgt kein Eisprung mehr und Sie können nicht mehr schwanger werden. Da sich der Zeitpunkt, an dem die Menopause eintritt, aber erst rückblickend nach einem Jahr feststellen lässt, empfehlen wir Ihnen den Besuch beim Arzt, um sich über für Sie geeignete Verhütungsmethoden zu informieren.

5. Was sind Hitzewallungen und was kann ich dagegen unternehmen?

Hitzewallungen, auch fliegende Hitze genannt, gehören zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Frauen in den Wechseljahren konfrontiert werden können. Sie fühlen sich wie eine heiße Welle an, die den Körper überflutet. Oftmals errötet zusätzlich die Haut.

Die Ursache liegt in der hormonellen Umstellung des Körpers einer Frau in den Wechseljahren. Durch die verminderte Produktion des weiblichen Hormons Östrogen kommt es zu einer Störung der vom Gehirn gesteuerten Wärmeregulierung. Um sich Kühlung zu verschaffen, veranlasst der Körper, dass sich die Blutgefäße unter der Haut plötzlich weiten und mehr warmes Blut durch die Haut strömt. Aus dem gleichen Grund tritt – häufig begleitend – plötzlich ein starkes Schwitzen auf.

Manche Frauen haben darum während des Klimakteriums stets Wechselkleidung bei sich. Anderen dagegen sind die Schweißausbrüche so unangenehm, dass sie sich aus dem gesellschaftlichen Leben vermehrt zurückziehen. Nächtliche Hitzewallungen können zu so starken Schweißausbrüchen führen, dass die betroffenen Frauen schweißgebadet aufwachen. Dies kann in der Folge zu weiteren Beschwerden wie Schlafstörungen oder Gereiztheit führen.

Verhindern lassen sich Hitzewallungen meist nicht. Aber Sie haben einen gewissen Einfluss auf die Intensität und Häufigkeit der Symptome, z. B. durch Ihre Ernährung. Versuchen Sie, auf Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee sowie auf scharfe Gewürze weitgehend zu verzichten. Diese Lebensmittel begünstigen das Auftreten von Hitzewallungen. Durch mehrere Schichten leichter Kleidung (Zwiebelschalen-Prinzip) können Sie außerdem flexibel auf Hitze und Kälte reagieren. Auch regelmäßiger Sport kann dabei helfen, die durch die Wechseljahre bedingten Hitzewallungen abzuschwächen.

Klimaktoplant® N enthält mit Cimicifuga und Sanguinaria zwei homöopathische Wirkstoffe, die Hitzewallungen und Schweißausbrüche lindern können.

6. Bewirken Wechseljahre Haarausfall?

Der Körper der Frau produziert nicht nur weibliche, sondern auch männliche Hormone. Durch die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre findet ein Umschwung statt, der das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Hormonen verändert. Ob die Haarwurzeln der Frau sensibel auf männliche Hormone wie das Dihydrotestosteron (DHT) reagieren, ist anlagebedingt. Wenn dies der Fall ist, reagieren sie durch die hormonelle Veränderung allerdings noch empfindlicher: Die Wachstumsphase des Haares wird verkürzt, während die Ruhephase sich verlängert.

Vor den Wechseljahren wird die Wirkung des Testosterons durch die weiblichen Geschlechtshormone eingeschränkt. Mit Beginn der Wechseljahre lässt die Produktion des Östrogens nach, was zu einem relativen Übergewicht an Testosteron führt und somit die negativen Effekte verstärken kann.

Meist fällt das dünner werdende Haar bei Frauen besonders entlang der Scheitelpartie auf. Wenn Sie also in den Wechseljahren verstärkten Haarausfall, kahle Stellen oder auch zunehmenden Haarwuchs auf der Oberlippe, am Kinn, an den Unterschenkeln oder an den Zehen an sich beobachten, liegt die Ursache dafür mit großer Wahrscheinlichkeit an einem Testosteronübergewicht. Bei Veranlagung zu androgenetischer Alopezie (erblich bedingtem Haarausfall) werden diese Symptome noch verstärkt.

Zum Glück sind nicht alle Frauen von Haarausfall betroffen. Der Frauenärztin Christiane Northrup zufolge leiden während der Wechseljahre bis zu 13 Prozent und nach der Menopause (der letzten Regelblutung einer Frau) knapp 40 Prozent aller Frauen mehr oder minder stark unter hormonell bedingtem Haarausfall.

Um dem Haarausfall entgegenzuwirken, können Sie Ihr Haar durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung stärken. Bereits bei ersten Symptomen empfiehlt es sich, auf ausreichend Vitamine und Mineralstoffe in der Ernährung zu achten. Insbesondere B-Vitamine wirken unterstützend gegen den klimakterischen Haarverlust. Aber auch Vitamin C stärkt die Haarwurzeln und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Bei starkem Haarausfall sollten Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen, um gemeinsam mit ihm eine optimale Art der Behandlung für den Haarausfall zu finden.

7. Wie hängen Wechseljahre und Gewichtszunahme zusammen?

Bei vielen Frauen kommt es in den Wechseljahren zu einer Gewichtszunahme. Dabei können unterschiedliche Faktoren das steigende Gewicht beeinflussen. Neben der hormonellen Umstellung kommt hinzu, dass sich der Stoffwechsel ab einem Alter von etwa 40 Jahren generell verlangsamt.

Auch wenn sich an Ihrer Ernährung nichts verändert hat, kann es mit dem zunehmenden Alter, auch unabhängig von den Wechseljahren, zu Übergewicht kommen. Mit steigendem Alter sinkt bei Frauen und Männern der Grundumsatz. Dieser bezeichnet die benötige Energiemenge zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Somit führt der sinkende Grundumsatz zu einem geringeren Kalorienverbrauch und in der Folge zu steigendem Gewicht bei unveränderter Kalorienzufuhr.

Aber kein Grund zur Sorge: Sie können der Gewichtszunahme durch Sport und gesunde Ernährung entgegenwirken. Ob Treppensteigen oder Fahrradfahren – bauen Sie möglichst viele körperliche Aktivitäten in den Alltag ein und verleihen Sie Ihrem Körper mit ausreichend Bewegung neuen Schwung. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag „Sport und Bewegung in den Wechseljahren“.

Auch durch die Anpassung Ihrer Ernährungsgewohnheiten können Sie die Gewichtszunahme stoppen und Abnehmen. Fangen Sie den verringerten Kalorienbedarf Ihres Körpers mit der Umstellung des Essverhaltens auf und vermeiden Sie langfristig überschüssige Kalorien.

Wie Sie Ihren Speiseplan optimal auf Ihre veränderten Bedürfnisse in den Wechseljahren anpassen, erfahren Sie im Artikel „Ernährung in den Wechseljahren“.

8. Stimmt es, dass die Lust auf Sex in den Wechseljahren sinkt?

Mitunter haben Frauen vor dem Beginn der Wechseljahre die Befürchtung, dass ihre sexuelle Aktivität und auch ihre Attraktivität abnehmen. Statistiken zufolge geben 43 Prozent der Frauen an, dass sich ihr Sexualleben in den Wechseljahren verändert hat. Doch das muss nicht zwangsweise bedeuten, dass es sich zum Negativen verändert. Die Wechseljahre sind eine Zeit des Umbruchs und somit auch eine Chance, Ihre sexuelle Beziehung zu Ihrem Partner neu zu definieren und aufleben zu lassen.

Die liegt an vielen verschiedenen Faktoren, ein Teil der Ursachen für eine sinkende sexuelle Lust bei Frauen liegt in der Psyche. So können Selbstzweifel und Stressbelastung zum sexuellen Problem werden. Zusätzlich lassen sich Frauen durch die Folgen der hormonellen Umstellung wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche verunsichern. Versuchen Sie, sich in Erinnerung zu rufen, dass Sie noch immer dieselbe liebenswerte Frau sind, in die sich Ihr Partner verliebt hat. Da wird er sich durch ein paar körperliche Problemchen auch nicht davon abhalten lassen, Sie zu lieben.

Das Nachlassen des sexuellen Verlangens im zunehmenden Alter hängt auch mit dem sinkenden Östrogenspiegel im Körper zusammen. Durch die körperlichen Veränderungen verliert die Haut an Feuchtigkeit und wird trockener. Dies führt zu einer trockenen Scheidenschleimhaut und kann zu teilweise erheblichen Beschwerden wie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Hier können Sie aber beispielsweise mit Gleitmittel ganz einfach Abhilfe schaffen und das sexuelle Verlangen im höheren Alter stärken. Für viele Frauen ist dies ein Problem, aber auch heute handelt es sich noch um ein Tabu-Thema. Sprechen Sie auch mit Ihrem Frauenarzt über mögliche Therapien.

Wenn Sie uns also fragen, ob sich durch die Wechseljahre Ihr Sexleben verbessern kann? Ganz klar: Ja! Denn ihr Leben erlebt einen neuen Aufschwung. Viele Frauen verbinden die Wechseljahre mit einem Gefühl der Freiheit. Sie können sexuelle Bedürfnisse neu erleben und die eigene Sexualität neu entdecken. Das A und O ist: Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner über Ihre Bedürfnisse und Sorgen und nutzen Sie die Veränderung, um Ihre Liebe neu aufblühen zu lassen.

9. Wieso leiden manche Frauen stärker unter den Wechseljahren als andere?

Etwa zwei Drittel aller Frauen in den Wechseljahren spüren zumindest leichte Beschwerden. Ob überhaupt, wie stark und wie lange Sie mit verschiedenen Symptomen der Wechseljahre zu kämpfen haben, hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem können die Gene den Beginn und Verlauf der Wechseljahre bzw. der typischen Symptome bestimmen. Wenn schon Ihre weiblichen Vorfahren unter stärkeren Beschwerden gelitten haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Sie mehr damit zu kämpfen haben werden.

Auch Ihre körperliche Verfassung hat einen großen Einfluss darauf, wie gut Sie mit den hormonellen Veränderungen zurechtkommen. Frauen, die insgesamt fit und gesund sind, werden es leichter haben, mit typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen oder Schlafstörungen umzugehen. Sind die Betroffenen dagegen schon durch Übergewicht, Migräne oder sonstige gesundheitliche Einschränkungen vorbelastet, kommen die Symptome des Klimakteriums erschwerend hinzu.

Darüber hinaus ist die Rolle der Psyche nicht zu unterschätzen. Wie gehen Sie ganz persönlich mit dem Älterwerden um? Wie viel Stress haben Sie? Stehen Sie unter seelischem Druck aus dem beruflichen oder familiären Umfeld? Frauen, die ein gutes Verhältnis zu sich und zum Älterwerden haben und seelisch im Gleichgewicht sind, kommen in der Regel auch einfacher durch die Wechseljahre. Mit einer generell positiven Einstellung zum Leben geben Sie möglichen Auswirkungen der hormonellen Umstellung auf die Psyche wie depressiven Verstimmungen weniger Nährboden.

Am besten können Sie den Beschwerden in der Zeit vor und nach der Menopause (der rückblickend letzten Regelblutung einer Frau) entgegenwirken, wenn Sie gut auf sich achtgeben. Streben Sie eine gesunde und ausgewogene Ernährung an. Ergänzen Sie Ihren Speiseplan vor allem um viele Vitamine und Milchprodukte. Durch den sinkenden Östrogenspiegel steigt das Osteoporose-Risiko. Versorgen Sie Ihren Körper daher mit ausreichend Eiweiß und Kalzium. Behalten Sie Ihr Gewicht im Auge und nehmen Sie sich Zeit für genügend Bewegung und Entspannung. Auch Ablenkung kann helfen. So haben Sie weniger Zeit, die Beschwerden bewusst wahrzunehmen. Versuchen Sie, mit sich selbst und diesem neuen Lebensabschnitt ins Reine zu kommen und nehmen Sie die körperlichen Veränderungen an.

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